maxingvest ag


Presse­mel­dungen


Hamburg, 6. Juli 2007

maxingvest ag: Der neue Name der Tchibo Holding AG

Alle Anträge auf der Haupt­ver­sammlung beschlossen

Auf der Haupt­ver­sammlung der Tchibo Holding AG am 5. Juli 2007 wurde ein neuer Name für die Holding beschlossen. Dadurch sollen die Aufgabe und Funktion der Gesell­schaft klarer zum Ausdruck gebracht werden. Durch die Verwendung des Namens­be­stand­teils „Tchibo“ sowohl für die Gesell­schaft als auch für einen Teilkonzern, wurden beide Unter­nehmen häufig gleich­ge­setzt und die durch die Holding ebenfalls gehaltene Mehrheits­be­tei­ligung an der Beiersdorf AG trat stark in den Hinter­grund. Künftig firmiert die Gesell­schaft unter maxingvest ag, Hamburg. Der Name ist ein Hinweis auf Max und Ingeburg Herz, das Gründerpaar des Unter­nehmens. Er hebt den Charakter als Famili­en­un­ter­nehmen hervor. Damit verbunden sind Werte wie langfristig orien­tiertes Unter­neh­mertum, nachhaltige Wertstei­gerung durch Inves­ti­tionen in das Unter­nehmen, Engagement für die Mitar­beiter und enge Bindungen an Kunden und Region.

 

Ein Name aus Tradition

Die Gründer­namen finden sich auch im Namen der Max und Ingeburg Herz Stiftung, Hamburg. Sie fördert vor allem die Wissen­schaft, Forschung und Bildung und setzt sich für Alte und Jugend­liche sowie mildtätige Projekte ein. Ingeburg Herz und die Stiftung gemeinsam mit Michael und Wolfgang Herz halten 85 % der Holding, auf Joachim Herz entfallen ca. 15 % des Kapitals.

Die Farbwahl des neuen Logos symbo­li­siert die Geschäfts­felder der Marken: Sonnengelb für Kaffee und Genuss. Meeresblau für die Welt der Körper­pflege und Schönheit

Auf der Haupt­ver­sammlung wurden ferner alle weiteren Tages­ord­nungs­punkte beschlossen: 10 € Dividende auf 4,8 Mio. Stück­aktien auszu­schütten (dies sind 48 Mio. € vom Bilanz­gewinn, der in 2006 rund 273,36 Mio. € betrug, Vorstand und Aufsichtsrat zu entlasten und die Wahl der Wirtschafts­prüfer für das Geschäftsjahr 2007.

 

Aufgabe der Holding

Aufgaben und Struktur der Holding bleiben auch unter dem neuen Namen unver­ändert. Der Vorstand mit Dr. Arno Mahlert (Vorsitz) und Yves Müller ist verant­wortlich für die Überwa­chung und einheit­liche Lenkung der Betei­lungs­ge­sell­schaften. Unter­stützt wird er hierbei von den Bereichen Konzern­planung und -berichts­wesen, Konzern­rechts­ab­teilung und Konzern­re­vision. In den Bereichen Steuern und Finanzen übt die Holding außerdem Dienst­leis­tungs­funk­tionen für die Tchibo GmbH aus.

 

Dr. Arno Mahlert wurde auf der Aufsichts­rats­sitzung der Tchibo GmbH am 04.07.2007 zugleich zum Vorsit­zenden des Aufsichts­rates dieser Gesell­schaft berufen.

 

9 Mrd. € Umsatz und 30.000 Mitar­beiter

Im vergan­genen Jahr erzielte die jetzige maxingvest ag einen Umsatz von 9.038 Mrd. € (i. V. 8,788 Mrd. €), der Jahres­über­schuss stieg einschließlich der Sonder­ef­fekte auf 1, 065 Mrd. € (i. V. 0,507 Mrd. €), die Eigen­ka­pi­tal­quote auf 54 % (i. V. 48 %), die EBIT Umsatz­rendite auf 11,8 % (i. V. 9,9 %). Insgesamt sind knapp 30.000 Mitar­beiter weltweit beschäftigt.

 

Max und Ingeburg: die Legende

Namens­geber sind Max und Ingeburg Herz. Max Herz wurde 1905 in Hamburg geboren. Er erlernte den Beruf des Rohkaf­fee­händlers. Er erwarb sich schon in frühen Lebens­jahren großen Respekt bei den hansea­ti­schen Kaufleuten, da es ihm gelang, die in der Weltwirt­schafts­krise in Not geratende Rohkaffee-Import­firma seines Vaters Walter Herz wieder auf die Beine zu stellen. Der große wirtschaft­liche Aufschwung aber kam nach dem 2. Weltkrieg. Zusammen mit Carl Tchiling­hiryan gründete er 1949 die „Frisch-Röst-Kaffee Carl Tchilling GmbH“. Max Herz war Haupt­ge­sell­schafter und ab Ende 1951 allei­niger Gesell­schafter. Schon sein erstes Geschäfts­modell hatte einen durch­schla­genden Erfolg: Er bot seine Ware im Postversand an und hatte bereits im ersten Geschäftsjahr Liefe­reng­pässe aufgrund der hohen Nachfrage. Er führte die Einzel­röstung ein: Bei Mischungen wurde jede Kaffee­sorte getrennt geröstet, je nach ihrer eigenen optimalen Röstzeit. Das war aufwän­diger, garan­tierte aber so eine bis dahin nie gekannte Qualität. Später erfolgte der „Fabrik­verkauf“ gleich neben der Kaffeerös­terei in der Hoheluft­chaussee. Seine Ehefrau Ingeburg erinnert sich: „Die Kaffee­päckchen flogen nur so über den Tresen; wir machten alles im Laufschritt, holten neue Ware aus der Rösterei. Natürlich habe ich da mit gearbeitet, zehn Stunden am Tag und mehr……“

 

In den Jahren nach dem Krieg wohnte das Ehepaar mit ihren 5 Kindern in der Unnastrasse, schräg gegenüber der Beiersdorf AG, die jetzt mehrheitlich im Besitz der Famili­en­holding maxingvest ag ist.

 

Aus Prinzip innovativ

Dann ging es Schlag auf Schlag: 1955 Umzug in das damals modernste Kaffee­han­delshaus Europas. Hier war in der Caffa­ma­cher­reihe vom Rohkaf­fee­lager bis zum Versand­postamt alles unter einem Dach, hier wurde auch die erste Tchibo­fi­liale eröffnet. 3 Jahre später gab es bereits 77 Filialen. In den ersten Jahren der Filial­grün­dungen suchte Max Herz zusammen mit seiner Frau die Standorte „west“deutsch­landweit noch selber aus. 1965 – bei seinem plötz­lichen und frühen Tod - waren es dann bereits 427 Filialen und 434 Depots.

 

Während der ganzen Zeit war Ingeburg Herz die engste Ratge­berin. Mit ihr sprach er seine neuen Ideen und Vorhaben ab – sie war vor allem seine kompe­tenteste Kontakt­person zum Kunden. Noch heute sieht man die Tchibo Gründerin beim wöchent­lichen Einkauf in ihrer Tchibo Filiale.

Auf Max Herz ging auch die Herausgabe eines Versand­kun­den­ma­gazin zurück, das er als eine Quelle der Infor­mation und Unter­haltung bezeichnete; heute läuft dieser Medien­typus unter dem Schlagwort Corporate Publishing. Mit Mr. Pithey wurde eine legendäre Werbe­figur kreiert. Stets mit Bowler und dunklem Anzug äußerst korrekt gekleidet, war der Tchibo Kaffee­ex­perte auf den Plantagen in den Erzeu­ger­ländern, er fuhr mit auf den Kaffee trans­por­tie­renden Schiffen, er war in der Rösterei und in den Filialen zu sehen.

 

Er war der Inbegriff der Kaffee­kom­petenz. Eine Werbeform, die heute erst wieder entdeckt wird und von der Hirnfor­schung bewiesen: An Geschichten erinnert man sich besser. 1963 wurden zusätz­liche Verkaufstellen in Bäcke­reien und Kondi­to­reien einge­richtet mit einem in der damaligen Zeit ungewöhn­lichen standar­di­sierten Unter­stüt­zungs­pro­gramm für die Koope­ra­ti­ons­partner; so war es eine frühe Form des Franchising. Bereits von Beginn an ergänzte Max Herz – in seiner Firma nur M.H. genannt – das Kaffee­an­gebot durch kaffee­affine Non Food Artikel; stets als Überra­schung für seine Kunden gedacht.

 

Max Herz lehnte es katego­risch ab, als Macher, Pionier oder gar genialer Unter­nehmer bezeichnet zu werden; in dieser Zurück­haltung war er ganz hansea­ti­scher Kaufmann.

 

Ansprech­partner für die Presse

Arnd Liedtke,
Tchibo GmbH
Corporate Communications
Überseering 18
22297 Hamburg

 

Tel: (0 40) 63 87-21 24
E-Mail: arnd.liedtke@tchibo.de

Zur Übersicht